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Ihre umfassende und vielseitige Ausbildung in
Japan sowie ihre Kooperationen mit Künstlern aus verschiedenen
Gebieten machen Takeya zu einer universell begabten Protagonistin im
Spannungsfeld zwischen östlicher und westlicher Kultur,
Tradition und Fortschritt. Ihre Körpergedichte sind
ausdrucksvoll, poetisch und vielfältig – sie
erwachen durch die Spannung zwischen ihrer inneren Welt und ihrem uns
fremd erscheinenden kulturellen Hintergrund zum Leben.
Performance bedeutet für sie mehr als ein
Mittel, den Moment festzuhalten – vielmehr eine Durchdringung
menschlicher Seelen. Bis jetzt erfüllen alle ihre
multidisziplinären Arbeiten diesen Anspruch der Performance
als Erforschung der Identitäten eines Individuums und
Hinterfragung der Beziehung zwischen dem augenblicklichen Akt und der
phänomenologischen Tatsache von Körper &
Geist, welche oft Thematiken organischer und funktioneller
Wahrnehmungsfähigkeit anspricht. “Sensory
awakening” (“Sinneserwachen”) ist ein
zentraler Kontext beim Streben nach einer individuellen
Ästhetik, die sich in der eigenen kreativen Arbeit
widerspiegelt; solcherart werden durch die Erforschung subjektiver wie
objektiver Prozesse Fragen aufgeworfen, die alle Konfrontationen
bezüglich der Definition des Kunstbegriffs betreffen. Immer
wieder setzt sie sich der Transformation innerer Empfindungen aus,
oszilliert zwischen Aktion und Reaktion in einer interaktiven Situation
zwischen sich selbst, dem Raum und dem Klang, um jenen einen Zeitpunkt
einzufangen, wo sie ein Gleichgewicht all dieser Dimensionen in sich
erreichen kann.
"Im künstlerischen Prozess gelangt sie in
tiefe Bereiche ihrer Seele, aus welchen sie Charaktere entwickelt und
im Performanceraum positioniert. Sie ist Tänzerin, Musikerin
und Poetin. Ihre Performances sind vollendete Kunstwerke."
Gabriele Haselberger, Die
Metamorphosen der Akemi T. jazz zeit 7–8/2001, Wien
(gekürzt)
Takeya hat ihre eigene Voice & Body
Performance-Methode entwickelt, wobei sie die Strategien der inneren
Formation der eigenen inneren Energie verwebt und so eine eigene
Sprache entwickelt. Und als produktive Schriftstellerin bezieht sie die
Gedanken aus ihren Journalen, Träume, Tagebücher und
Essays in ihre Performancestücke ein, um schließlich
eine unerwartete und tiefgreifende Fusion von Sinnesbegegnungen zu
schaffen. Sie denkt rational und lyrisch, mit Kopf und Körper,
“östlich” und
“westlich”, in Gegensätzen, Kombinationen,
Verstrickungen, Klängen, Räumen, Bewegungen, Worten
und Farben.
Sie ist eine Performerin zwischen den Kulturen, die sich nicht
länger ihrem japanischen Ursprung, aber auch noch nicht
genügend Europa, ihrer neuen Heimat, verbunden fühlt.
Dieses Spannungsfeld zwischen den Kulturen spiegelt sich auch wider in
der Ambivalenz zwischen der disziplinierten japanischen Philosophie des
Weges und einem urbanen inneren Konflikt. Takeya versucht, dies mit
ihrer Kunst zu überbrücken, welche von einer
faszinierenden Verquickung östlicher und westlicher
Einflüsse geformt wird, von ihrer inneren Welt und der
Integration der Außenwelt.
copyright IMEKA 2005
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